Die Deutsche Bahn & Digitalisierung? Aber Hallo!

Ich bin heute seit langem wieder eine längere Strecke mit der Bahn durch die halbe Republik gereist. Die Bahn habe ich nur über Facebook Feeds oder hier bei LinkedIn wahrgenommen, meist weil jemand irgendwo fest saß oder ähnliches. Während meiner Zeit bei der Bundeswehr bin ich selber wöchentlich mit den damals gerade neu auf der Schiene befindlichen ICE 3 quer durchs Land gefahren.

Services um dem Kunden die Fahrt zu erleichtern

Das oberste Ziel der Digitalisierung im Kundensinne muss es aus meiner Sicht sein, dass die Reise angenehmer und unkomplizierter wird. Es ging schon damit los, dass das online am Rechner gebuchte Ticket (very old school, ich weiß, aber die Verknappung der Information auf das Handydsiplay mit den ganzen Scroll Formularen ist mir ein Graus) mit der Eingabe der Ticketnummer und meinem Nachnamen einfach im DB Navigator erscheint. Mit allen Verbindungen, Sitzplatzreservierungen, Umsteigezeiten und Gleisangaben. Während der Fahrt dann permanente Liveinformationen zu Anschlüssen und Verspätungen. Wegen einer Türstörung eine kleine Verspätung kurz nach Augsburg, was dazu führte, dass ich die Ursprungsroute nicht wie geplant nehmen konnte. Das ist aber kein Problem, ich habe in der App automatisch 3-4 Alternativrouten/Verbindungen angezeigt bekommen, die mich schlussendlich rechtzeitig mit dem richtigen Zug ans Ziel brachten. Da ich heute viel umgestiegen bin, ist erst der dritte Zug ein ICE, hier die Freude, dass WLAN stabil für E-Mails/OneDrive Sync und ein bisschen browsen einwandfrei funktioniert. Arbeiten sowohl an einem Tisch wie auch an einem normalen Sitz mit Klapptisch ist mit einem modernen Laptop ohne Probleme möglich inklusive Strom sowohl im IC/EC wie auch selbstverständlich im ICE.

Mitgedacht – es sind die kleinen Dinge…

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Sobald im ICE das WLAN am Laptop aktiv ist finde ich auf der Startseite im Browser sofort den Zugstandort, den Fahrplan unten angezeigt sowie Infos zu Verspätungen. Ein kostenloses Maxdome Angebot getestet, News, Zeitschriften, kurz alles was früher in Papierform existierte ist nun mobil vorhanden. In den Deckendisplays bekomme ich Infos zum nächsten Halt, Umsteigemöglichkeiten, eine Karte wie aus dem Flugzeug und und und…

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Kurz vor dem Einstieg auf der Rückfahrt einen Hinweis der App, ob ich einen Komfort Check In möchte… Kurz mal nachgeschaut, was ist denn das? Ein weiter klasse Microservice: Ich bestätige, dass ich auf meinem Sitzplatz sitze, die App checkt mich ein und ich muss keine Fahrkarte mehr zeigen.

Fazit

Ich bin früher schon gerne Bahn gefahren, ich tue es immer noch. Aber seit heute auch mit großer Begeisterung für die vielen technsichen Kleinigkeiten, die mir auf der Reise begegnet sind. Im Vergleich zum Flugzeug und zum Auto genießt das Bahnfahren einen unglaublich schlechten Ruf. Völlig zu Unrecht. Und wenn ich an meinen nächsten Flug denke mit stundenlangem Warten auf den CheckIn, den Flieger, den Zubringerbus, in München den Terminalshuttle und die nervige Fahrerei zum Flughafen: Beim Reisen auf Strecken bis zu 4 Stunden glaube ich, hat die Bahn einen extrem viel besseren Job gemacht als alle Fluggesellschaften. Und Umweltfreundlicher ist es auch. Genauso wie die völlig papierlosen Services mit Zeitungen etc, die mich sehr begeistert haben!

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